29. November 2020

BRD im Endstadium: Kommentar zur „Einheitsfeier“ in Dresden

aufkleber-merkelmussweg3. Oktober, Tag der deutschen Teilwiedervereinigung, von den Herrschenden verherrlichend als „Tag der deutschen Einheit“ bezeichnet. Jedes Jahr zelebriert die Bundesregierung an diesem Tag eine „Einheitsfeier“. Doch so eine Einheitsfeier – man kann sogar noch weitergehen und sagen: so einen Tag wie diesen 3. Oktober – hat das Regime noch nicht erlebt.

Trotz strömenden Regens versammeln sich tausende Demonstranten vor der Dresdener Frauenkirche, der Semperoper und in den Zufahrtsstraßen. Am Gottesdienst in der Frauenkirche und am zentralen Festakt in der Semperoper dürfen nur handverlesene Claquere teilnehmen, das Volk wird ausgeschlossen. Aber es findet andere Mittel und Wege, sich an diesem Tag Gehör zu verschaffen.

Überall, wo Politiker auftauchen, machen Protestierer auf sich aufmerksam: „Volksverräter“, „Merkel muß weg!“, „Haut ab!“ hallt es durch die Straßen, dazu der Lärm der Trillerpfeifen. Plakate mit regimekritischen Losungen werden hochgehalten. Es kommt zu Rangeleien mit der Polizei, als Demonstranten die Zufahrtswege versperren wollen. Ob Merkel, Gauck, Lammert, die Ministerriege oder Politiker aus der zweiten Reihe: ausnahmslos alle kriegen sie den Zorn des Volkes zu spüren, das sie jeden Tag verraten und auf dessen Aussterben sie jeden Tag hinarbeiten. Die Frau des sächsischen Wirtschaftsministers bricht in Tränen aus. Ja, so ist das nun mal, wenn man jahrelang im Wolkenkuckucksheim lebt, sich in seinen Villen abschottet und jeglichen Kontakt zum Volk verloren hat. Dann, aber auch wirklich nur dann, kann man schonmal überrascht sein, daß das Volk einen nicht mit Blumen empfängt, sondern mit geballtem Haß.

Die Veranstalter der gescheiterten Feierlichkeiten waren da schon vorausschauender: 2.600 Sicherheitskräfte, darunter Scharfschützen und GSG 9 sorgen an diesem Tag dafür, daß kein Vertreter der herrschenden Politikerkaste eine handfeste Abreibung bekommt – oder gleich an der nächsten Straßenlaterne aufgehängt wird. Betonsperren werden errichtet, damit kein Irrer auf die Idee kommt, es dem Amokfahrer von Nizza gleichzutun und mit dem Lkw ein paar Politiker über den Haufen zu fahren. Panzer fahren auf – vorgeblich als Ausstellungsstücke, doch hinter vorgehaltener Hand wahrscheinlich auch als Einschüchterung.

Selbst die Lügenpresse schreibt von einem „Hexenkessel“, von einem „Spießrutenlauf“ für die Herrschenden. Die Demonstranten sind für die regimetreue Presse natürlich nur „Hetzer“ und „rechtsradikale Pöbler“. Das Regime gibt hilflose Erklärungen ab, wie „traurig“ und „beschämt“ man doch sei über das eigene Volk.

Merkel selbst meidet an diesem Tag jeglichen Kontakt zum Bürger. Sie läßt sich weiträumig von ihrem verhaßten Volk abschirmen, genauso wie fast alle anderen auch. Einzig Claudia Roth wagt sich zu den Demonstranten heran und kriegt auf die Frage „Warum sagen Sie ‚Hau ab‘?“ die passende Antwort: „Weil Sie eine Hetzerin sind, weil Sie die Vernichtung des Deutschen Volkes vorantreiben.“ Verwirrt verläßt sie unter Sprechchören die Szenerie.

Selbst den kurzen Weg von der Frauenkirche zur Semperoper trauen sich die Volksverräter nicht, zu Fuß zurückzulegen: Sie lassen sich mit Bussen die 700 Meter fahren und blicken aus den Fenstern auf die zornesroten Gesichter ihrer Untertanen.

Am Nachmittag ist der Festakt vorbei. Limousinen mit verdunkelten Scheiben und Panzerglas fahren vor, um die Bonzen zurück in ihre abgeriegelten Villen zu bringen. Der zeitgleich stattfindende Auftritt des Bundespolizeiorchesters geht in einem gellenden Pfeifkonzert unter.

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß dieses Regime mit seinem Latein am Ende ist, an diesem 3. Oktober wurde er erbracht – ironischerweise auf den Tag genau 26 Jahre, nachdem es von Millionen damals noch naiver mitteldeutscher Landsleute frenetisch begrüßt wurde. Die BRD befindet sich im Endstadium.

Ob wir nach dem Totalzusammenbruch vom Regen in die Traufe geraten, oder ob wir Deutschen uns doch noch die Freiheit erkämpfen, das werden die nächsten Jahre zeigen.

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