27. November 2020

Lockdown, Nr. 2

Der Begriff kommt aus dem Amerikanischen und beschreibt die völlige Abrieglung eines Gebäudes, zum Beispiel bei einem Amoklauf oder Terrorangriffs. Dass „unsere Elite“ lieber englische Wörter statt deutsche benutzt, hat man sich gewöhnt. Und dass sie es bei Wortschöpfungen nicht so genau nehmen.

Zudem sollte man meinen, sie wären nach dem ersten „Lockdown“ etwas schlauer geworden; aber wie üblich, sind sie auf dem Holzweg.

Denn die wieder steigenden Zahlen ab Ende August zeigte ihnen, dass ihre Maßnahmen falsch waren. Sonst wären die Infektionszahlen, und vor allem die Anzahl derer, die man im Krankenhaus behandelt, nicht so schnell wieder gestiegen. Egal wie viele und wie zielgerichtet getestet wird. Das hat keinen Einfluss auf die Erkrankten, die auf die Intensivstation verlegt werden. Denn die Zahlen zeigen den ungeschminkten Verlauf der Krankheit an.

Gescheitert sind sie daran, dass sie es nicht geschafft haben, den Menschen klar zu verdeutlichen, dass Feiern in Massen zurzeit halt nicht die beste Idee ist. Aber dafür dürfen sie im Bus dicht gedrängt stehen, in der Schule jedoch ist auf Abstand zu achten. Im Winter werden sich durch das Lüften bestimmt unzählige Kinder statt Corona schwere Erkältungskrankheiten wie Keuchhusten oder Grippe einfangen.

„Unsere Eliten“ schaffen es zudem nicht, dass Einreisende getestet werden und dass diese Tests funktionieren und nachvollzogen werden. Kontrolle von Asylunterkünften und türkischen Hochzeiten? Fehlanzeige.

Was soll der Gastwirt denken, der ein teures Hygienekonzept vom Ordnungsamt umgesetzt hat? Aber jetzt hat er sein Restaurant zu schließen.

Man hätte schon längst erkennen können, dass Corona kein Sprint, sondern ein Marathon ist. Bei dem muss man ständig am Ball bleiben. Kurze Sprints rauben einen nur Kraft, bringen aber wenige Vorteile.

Und selbst, wenn es ein Impfstoff gibt, weiß keiner wie gut er ist und wie lange er schützt, wer sich überhaupt impfen lässt und wie viel Zeit benötigt wird, genug Infusionen für 80 Millionen Menschen herzustellen. Von Nebenwirkungen mal ganz zu schweigen.

Dabei werfen „unsere Eliten“ nebenbei die Grundlagen ihrer Demokratie über Bord. Entschieden wird durch die Kanzlerin und den Ministerpräsidenten; Parlamente werden nicht mehr gefragt. In der Weimarer Republik hatte man dafür einen Begriff: Notverordnungen. Diese waren damals aber im Vorfeld festgelegt. Nicht umsonst müssen Gerichte das Recht gegen den Willen von Merkel & Co. wieder einsetzten.

Kritiker versucht man, in den Medien zu diskreditieren und zum Schweigen zu bringen. So behauptete der linke Politiker und thüringische Landeschef Ramelow, dass die Coronaproteste Terrorismus und Pogrome heraufbeschwören würden.

Bewusst wird versucht, Panik zu verbreiten. Die Hoffnung dabei ist, dass dann das Volk jede ihrer Einscheidungen, und sei sie noch so widersinnig, aus Angst vor Corona abnicken wird.

Dabei wird die Möglichkeit einer Grenzschließung nicht mal diskutiert. Würde zugleich eine Ausgangssperre hinzukommen, würde das den Virus aus unserem Land verbannen. Neuseeland und Taiwan haben das schon erfolgreich vorgemacht.

Aber sie können diese nicht schließen, weil wir doch so weltoffen sind. Lieber lassen sie das Volk in Armut versinken. Hauptsache die Grenzen bleiben auf.

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