Flucht über’s Meer – „Auf der Flucht ertrunken“ aus einer anderen Perspektive

2018-01-31-Grenzen-dicht-02-1024x738Jeden Tag hört und sieht man herzzerreißende Geschichten von Ausländern, die bei dem Versuch, für sich ein besseres Leben zu bekommen, aus Unwissenheit und/oder Dummheit im Mittelmeer ertrinken. Anders kann man es wohl nicht bezeichnen, wenn man sich auf ein Schlauchboot setzt, um das Mittelmeer zu überqueren, ohne eine Ahnung davon zu haben, was einen erwartet: Haie, Sturm, kaputter Motor, Kapitän geht von Bord; oder aber Mitreisende, die einen ins Meer schmeißen wegen Wertsachen, falschen Stamm, falscher Religion, vielleicht wollen sie auch die Frau des anderen haben etc. Aber darum geht es mir eigentlich nicht.

Die Älteren unter Euch werden sich noch erinnern, es gab mal eine DDR, und da viele Menschen mit dem Kommunismus nicht zufrieden waren, versuchten sie, ihr Land zu verlassen. Da es zu viele wurden, baute die DDR eine Mauer um ihr Land. Dagegen ist Trump mit der Mauer zu Mexiko ein Waisenknabe. Trotzdem versuchten immer wieder Deutsche aus dem Gefängnis DDR zu entfliehen. Nicht wegen der besseren Lebensverhältnisse, sondern weil sie von den Kommunisten unterdrückt wurden, also tatsächliche politische Flüchtlinge und auch noch Deutsche.

Auch versuchten immer wieder DDR-Bürger, die Lübecker Bucht zu durchschwimmen oder mit einem kleinen Boot überzusetzen. Viele Deutsche ertranken bei dem Versuch oder starben dabei, wie sie versuchten, die Grenzabsperrung zu überwinden.

Ich weiß, es ist schon lange her, aber wo waren da die Gutmenschen, die den Schwimmern in der Lübecker Bucht geholfen haben, damit sie nicht auf dem Gebiet der BRD ertrinken mußten?

Wo waren sie?

Oder vielleicht liegt es auch daran, daß es Deutsche waren, die vor’m Kommunismus flüchteten und nicht Afrikaner, die für medizinische Vollversorgung, Hartz 4 und Kindergeld etc. ihr Leben riskierten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *