Geburtstagsdemonstration für Ursula Haverbeck – Ein Rückblick

Bielefeld1Na, zuerst hört es sich ein bißchen skurril an: eine Geburtstags-Demo? Dazu muß man wissen, daß Ursula bewußt Verurteilung und Gefängnis in Kauf genommen hat, um dem System und allen, die noch bereit sind, ihren Kopf zum Denken zu benutzen, aufzuzeigen, daß dieses System die freie Meinung nur dann schätzt, wenn es ihr in den Kram paßt. Zuwiderhandlungen werden unbarmherzig verfolgt und bestraft – und das auch bei einer 90-jährigen Frau. So diente die Demonstration dazu, ihren Kampf den sie weiter nur hinter Gittern für die Meinungsfreiheit führt, von außen zu unterstützen.

Nun aber zur Demonstration, sie führte uns vom Hauptbahnhof über den Willy-Brandt-Platz und den Jahnplatz zum Landgericht. Hier fand die Zwischenkundgebung statt und dann ging es zurück zum Bahnhof. Soweit kurz und unspektakulär. Dieser Bericht würde dem gestrigen Tag aber in keiner Weise gerecht und so komme ich nicht umhin, auf ein paar Besonderheiten hinzuweisen.

Teilnehmerzahlen, wir waren so um die 500 Teilnehmer, nicht umwerfend viel, aber auch nicht wenige. Die Teilnehmer kamen aus allen politischen Richtungen des nationalen Lagers. Organisiert wurde sie von unserer Partei DIE RECHTE. Die Polizei machte nicht mehr und nicht weniger als das, wozu sie der Gesetzgeber verpflichtet. Sie sorgten dafür, daß eine rechtmäßig angemeldete und genehmigte Demonstration stattfinden konnte. Das kann man leider nicht von jeder Demonstration behaupten.

Schwarzkäppchen, auch „militante Antifa“ genannt, waren am Vorabend noch mit 400 bis 500 Leuten durch’s nächtliche Bielefeld gelatscht, doch am Sonnabend war von ihnen an der Demoroute fast nichts zu sehen – nunja, auch wir verstehen nicht alles. Die einzigen, die man sah, versuchten sich an einer Sitzblockade, indem sie wohl eine Lücke in der Polizeikette ausnutzten. Nur leider liefen sie über die Straße, auf der wir langgehen sollten, auf die gegenüberliegende Seite – wir haben gelacht! Das hindert sie natürlich nicht daran, ihre Dummheit auch noch als Erfolg zu feiern.

Achja, wenn man schon bei der Zwischenkundgebung versucht, durch das laute Abspielen von Musik die Veranstaltung zu stören, dann sollte man doch besser im Haus bleiben bzw. die Haustür nicht offen stehenlassen. Denn offensichtlich wollten Demonstrationsteilnehmer mal fragen, ob die betreffende Person seine Musik nicht leiserstellen könnte. Da sie in der Wohnung niemanden vorfanden, versuchten sie selbständig, die Musik leiserzustellen, dabei sind wohl die Boxen von der Fensterbank gefallen. Tja, es kann nunmal nicht alles klappen.

Negativ ist noch zu vermelden, daß eine vermutlich männliche Person eine leere Weißweinflasche (Rotwein ist gesünder) aus dem Dachfenster des Hauses Niederwall 47 auf die Demonstration warf. Sie zerschellte allerdings zwischen den Polizeikräften. Eine Flasche, geworfen aus einer Höhe von vielleicht zwölf Metern, ist schon versuchter Totschlag.

Alles in allem war es ein gelungener Tag. Und über die Absperrung der Innenstadt sollte man sich beim Linksbündnis aus SPD, Grünen, Gewerkschaften, Linke, DKP und Antifa bedanken. Für unsere Demonstrationen reichen ein paar Verkehrspolizisten, mehr brauchen wir nicht!

Vielleicht sollte die sogenannte „Autonome Antifa“ in Zukunft lieber einen großen Bogen um Demonstrationen zum Thema Ursula Haverbeck machen. So waren sie am Vatertag schon am Brackweder Bahnhof gekesselt worden, um dann einzeln durchsucht und fotographiert zu werden.

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