Nach Lügen-Geschichte über rechten Rapper: Zeitung veröffentlicht Gegendarstellung von Makss Damage

diepresselügt-290x150Es war eine ganz besonders unappetitliche Geschichte, die Ende Februar über das SPD-Propagandablättchen „Neue Westfälische“ verbreitet wurde: Der weit über Ostwestfalen hinaus für seine patriotischen Rap-Klänge bekannte Musiker Makss Damage soll an einer Gütersloher Realschule Schüler zu Straftaten aufgehetzt haben. Konkret geht es darum, daß er zu Gewalt gegen syrische Asylanten aufgefordert und den Schülern im Gegenzug eine Belohnung versprochen habe.

Natürlich sind diese Behauptungen frei erfunden und gehen auf einen „anonymen Brief“ zurück, den der Schulleiter der Freiherr-vom-Stein-Realschule, Lutz Hamann, erhalten haben will. Unter Ignorierung sämtlicher journalistischer Standards wurden Hamanns Behauptungen von NW-Redakteur Ludger Osterkamp als Fakt hingestellt und Makss Damage wurde noch nicht einmal eine Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.

Makss Damage in Aktion

Doch dieses Recht zur Gegendarstellung konnte der patriotische Musiker in der gestrigen Güteverhandlung vor dem Amtsgericht Bielefeld erfolgreich durchsetzen. Die Neue Westfälische verpflichtete sich, Auszüge aus einer Eidesstattlichen Versicherung abzudrucken, was auch in der heutigen Druckausgabe prompt geschah. In dieser Erklärung heißt es:

Letztes Wochenende (26./27.02.2016) wurde mir bekannt, daß der mir von Person her völlig unbekannte Schulleiter der in Gütersloh gelegenen Freiherr-vom-Stein-Realschule, Lutz Hamann, Falschbehauptungen über meine Person öffentlich aufstellt und in der Presse verbreitet. So behauptet dieser, ich hätte Schüler aus seiner Schule dazu aufgefordert, einer schwangeren syrischen Frau aus der Notunterkunft in der Hauptschule Nord in den Bauch zu treten oder sie zu schlagen. Als Belohnung hätte ich den Schülern eine CD mit meiner Musik und ein T-Shirt versprochen oder diesen gedroht, falls sie meiner Aufforderung nicht nachkommen würden.

Die Behauptungen sind frei erfunden. Weder habe ich mit Schülern aus der neunten oder zehnten Klasse dieser Schule gesprochen. Noch habe ich, was ich vorsorglich zusätzlich erkläre, mit Schülern aus einer anderen Jahrgangsstufe oder Schule in der behaupteten Weise gesprochen.

Mir ist nicht bekannt, wie der Herr Lutz Hamann dazu kommt, derartige Falschbehauptungen über mich in die Welt zu setzen. Von Person ist er mir nicht bekannt. Auch habe ich seine Schule weder im Rahmen meiner früheren, eigenen Schulzeit noch in sonstiger Weise besucht, um dort Schüler anzusprechen. Ich würde dies in der behaupteten Weise auch nie tun. Die angeblich von meiner Seite aus erfolgte Aufforderung zur Straftatbegehung verurteile ich auf das Schärfste. Eine schwangere Frau zu treten oder nur dazu aufzufordern, empfinde ich selbst als verabscheuungswürdig.

Die Luft wird für Schulleiter Hamann nun immer dünner: Aktuell ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen Falschverdächtigung und auch dienstrechtliche Konsequenzen sind für den umstrittenen Schulleiter durchaus denkbar. Gegen die Neue Westfälische läuft wegen dieses Vorgangs außerdem noch ein Verfahren beim Deutschen Presserat.

Als Fazit läßt sich jedenfalls jetzt schon feststellen, daß dieser Schuß für das im Eigentum der SPD stehende Lokalblättchen völlig nach hinten losgegangen ist. Wer auch immer Opfer von Falschberichterstattung der Lügenpresse wird, sollte sich juristisch dagegen wehren und halbseidene Journalisten entsprechend in die Schranken weisen.

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